Als ich vor ungefähr 13 Jahren Bad Gastein zum ersten Mal besuchte, ist mir die Villa Solitude aufgefallen;
sie steht oberhalb des Gasteiner Wasserfall und war damals in einem äußerst maroden Zustand, wie viele andere Häuser auch.

Sie wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut, ist weitgehend erhalten und steht unter Denkmalschutz;
1990 wurde die Villa vollständig renoviert und beheimatet heute ein Hotel, Restaurant und eine Weinhandlung
. Gekrönte Häupter, Künstler und Politiker gingen hier aus und ein.
Bei einem kleinen Rundgang durch die Zimmer, erzählte uns Herr Nagler, Koch und gute Seele im Haus, dass sich hier der österreichische Kaiser Franz Josef und der deutsche Kaiser Wilhelm II. zum Essen trafen, so musste keiner in das Hotel des andren.

Von der Terrasse der Villa Solitude blickt man quer über das Tal zum Gasteiner Wasserfall und spürt seine Energie.
Das Innere ist gediegen eingerichtet, an den Wänden hängen alte Hochzeitsfotos oder besser Uralte.
Der Service ist freundlich und kompetent, die Weinkarte von Lutter & Wegner, mit über 150 Positionen aus den klassischen Weinanbauländern mit Schwerpunkt Österreich, lässt keine Wünsche offen.

Wolfgang Nagler - der Küchenchef kocht mit Leidenschaft, in früheren Tagen auch in der Sternegastronomie, und zeigt, dass in bodenständiger Küche und regionalen Produkten die wahre Kochkunst liegt; seit 2009 mit einer Haube ausgezeichnet, im Via Culinaria lobend erwähnt.

Mein Menue:
breite500 Garnelen und Artischockenravioli auf Zuckererbsen (die Ravioli waren mäßig, die Garnelen perfekt gegart, dem Sud hätte eine Prise Safran gut getan)

breite500 Wiener Schnitzel mit Erdäpfel - Gurkensalat und Preiselbeeren (Saulecker)

breite500 Erdbeersalat mit Marillenknödel und Vanille Eis (immer wieder gerne)

Ein bissel kleinlich finde ich, dass eine Beilagenänderung mit € 1,50 zu Buche schlägt, aber dies nur am Rande.

Öffnungszeiten
Sommer täglich 12-14 und 18-21.30 Uhr; Winter 18-21.30 Uhr

Mehr unter: www.villasolitude.com